11/01/1938
Asch, German:
Horst Tomayer (* 1. November 1938 in Asch; † 13. Dezember 2013 in Hamburg) war ein deutscher Dichter, Kolumnist und Schauspieler. Horst Tomayer arbeitete nach einer Ausbildung zum Versicherungskaufmann unter anderem als Journalist, Radiomitarbeiter und Satiriker. Bekannt wurde er insbesondere durch seine langjährige Kolumne Tomayers ehrliches Tagebuch, die von 1982 bis kurz vor seinem Tod in der Zeitschrift konkret erschien. In den 1970er- und 1980er-Jahren machte er zudem mit satirischen Telefonaktionen auf sich aufmerksam, bei denen er sich als konservative Kunstfigur ausgab und prominenten Persönlichkeiten provokante Aussagen entlockte. Tomayer war Autor zahlreicher Radiobeiträge, unter anderem für das Kritische Tagebuch des WDR, und trat gemeinsam mit Hermann L. Gremliza als Vortragskünstler auf. Bundesweite Aufmerksamkeit erhielt 1990 eine Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts, das seine Parodie Deutschlandlied ’86 als geschützte Satire einstufte. Neben seiner journalistischen und literarischen Arbeit wirkte Tomayer auch als Schauspieler in Film- und Fernsehproduktionen mit. Er spielte unter anderem in den Otto-Filmen, in Serien wie Kir Royal, Tierarzt Dr. Engel und Der König von Bärenbach sowie in den Kinokomödien 7 Zwerge – Männer allein im Wald und 7 Zwerge – Der Wald ist nicht genug. Eine größere Filmrolle übernahm er 1994 in Hans-Christoph Blumenbergs Film Rotwang muß weg!. Tomayer starb 2013 im Alter von 75 Jahren an den Folgen einer Krebserkrankung.
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7 Zwerge - Der Wald ist nicht genug (2006) as Angelkunde |
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7 Zwerge - Männer allein im Wald (2004) as Fanfarenbläser 2 |
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Otto - Der Katastrofenfilm (2000) as Priester |
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Rotwang muß weg! (1994) as Bruno Ringeltaub |
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Otto - Der Neue Film (1987) as Hunter |
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Otto - Der Film (1985) as Commissioner |
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Liebe Mutter, mir geht es gut (1972) as |
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Mauerblume im Ballhaus Paradox (1968) as |