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Robert Merle


Robert Merle

Geburtstag:

08/28/1908

Geburtsort:

Tébessa, Constantine, France [now Algeria]:

Biografie:

Robert Merle (28. August 1908 – 27. März 2004) war ein französischer Schriftsteller. Merle wurde 1908 in Tébessa, Französisch-Algerien, geboren. Sein Vater Félix, ein Dolmetscher mit perfekten Kenntnissen des literarischen und gesprochenen Arabisch, fiel 1916 in den Dardanellen. Der junge Merle zog mit seiner Mutter nach Paris, wo er drei Gymnasien und die Sorbonne besuchte. Bis zum Ausbruch des Zweiten Weltkriegs 1939 lehrte Merle englische Literatur an verschiedenen Universitäten. Während des Krieges wurde er in die französische Armee eingezogen und als Dolmetscher der britischen Expeditionsstreitmacht zugeteilt. 1940 nahm er an der Evakuierung von Dünkirchen am Strand von Zuydcoote teil – die er als „blindes und abscheuliches Glücksspiel“ bezeichnete – und geriet in deutsche Gefangenschaft. Merle wurde im Stalag VID in Dortmund gefangen genommen, konnte fliehen, wurde aber beim belgischen Zoll wieder gefasst. Im Juli 1943 wurde er repatriiert und nach dem Krieg mit dem Croix du Combattant ausgezeichnet. Merle verarbeitete seine Erlebnisse in Dünkirchen in seinem 1949 erschienenen Roman „Weekend at Zuydcoote“, der ein sensationeller Erfolg wurde und den Prix Goncourt gewann. Die 1964 erschienene Verfilmung „Weekend at Dunkirk“ unter der Regie von Henri Verneuil mit Jean-Paul Belmondo in der Hauptrolle war ein Kassenschlager und machte beide Schauspieler berühmt. Merles Roman „Un animal doué de raison“ (wörtlich: Ein empfindungsfähiges Tier) aus dem Jahr 1967, eine bissige Satire auf den Kalten Krieg, inspiriert von John Lillys Studien über Delfine und die Karibikkrise, wurde ins Englische übersetzt und 1973 unter dem Titel „The Day of the Dolphin“ mit George C. Scott in der Hauptrolle verfilmt. Merles postapokalyptischer Roman „Malevil“ (1972) wurde 1981 verfilmt. Sein Roman „La mort est mon métier“ (1952) wurde 1977 verfilmt, sein Roman „L’île“ (1962) 1987 als Miniserie adaptiert und „Le propre de l’homme“ (1989) 1996 als Fernsehfilm. Zu Merles weiteren Werken zählen das Theaterstück „Flamineo“ (1950), basierend auf John Websters „The White Devil“, die 1948 erschienene Biografie „Oscar Wilde“ (1955 erweitert unter dem Titel „Oscar Wilde, or The Destiny of Homosexuality“) sowie diverse Übersetzungen, darunter Jonathan Swifts „Gullivers Reisen“. 1965 verfasste Merle „Moncada: premier combat de Fidel Castro and Ahmed Ben Bella“ und übersetzte etwa zur gleichen Zeit die Tagebücher von Che Guevara. Bis zum Einmarsch der Roten Armee in Afghanistan sympathisierte Merle mit der Französischen Kommunistischen Partei. Er sagte: „Ich war nur ein unbedeutender Aktivist, und meine Parteigenossen missbilligten meine Schriften. Was die Studentenunruhen vom Mai 1968 angeht, habe ich nie an die Realität dieser Revolution geglaubt. Das einzig Wertvolle, was sie hervorbrachte, war die Befreiung der Sexualität.“ Merles größte Leistung war seine 13-bändige historische Romanreihe „Fortune de France“ (1977–2003), die das Frankreich des 16. und 17. Jahrhunderts aus der Perspektive eines fiktiven protestantischen Arztes, der zum Spion wird, wiederaufleben lässt. Als profunder Sprachkenner verwendete Merle in seinen Romanen viele der typischen französischen Sprachrhythmen und Redewendungen jener Zeit. Die Reihe machte Merle in Frankreich berühmt, und er wurde wiederholt als der Alexandre Dumas des 20. Jahrhunderts bezeichnet.



Credits

Die geschützten Männer (2024)
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Malevil (2010)
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Malevil (1981)
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Aus einem deutschen Leben (1977)
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The Day of the Dolphin (1973)
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Week-end à Zuydcoote (1964)
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Week-end à Zuydcoote (1964)
Dialogue
L'Île ()
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