Alice Hornung wuchs in einer politisch engagierten Familie auf, die sich gegen den Nationalsozialismus stellte. 1935 musste sie mit ihren Eltern Irene und Leander Bernard und ihrem Bruder Horst vor der nationalsozialistischen Verfolgung aus dem Saargebiet nach Südfrankreich fliehen. Dort erlebte sie eine Kindheit im Exil, geprägt von Unsicherheiten, Solidariät und dem antifaschistischen Widerstand ihrer Familie. Nach dem Zweiten Weltkrieg kehrte Alice mit ihrer Familie nach Saarbrücken zurück und setzte das politische Engagement ihrer Eltern fort. Sie engagierte sich zeitlebens in antifaschistischen und gewerkschaftlichen Initiativen, war aktiv in der VVN-BdA und kämpfte u. a. für Frieden, soziale Gerechtigkeit, gewerkschaftliche Rechte und die Gleichberechtigung von Frauen. In den Jahrzehnten danach trat Alice regelmäßig als Zeitzeugin bei Gedenkveranstaltungen auf und wirkte an der Erinnerungsarbeit zu den Verbrechen des NS-Regimes mit. Ein besonderes Erlebnis in ihrem Leben war eine Begegnung mit dem spanischen Künstler Pablo Picasso in Nizza, die sie als junge Erwachsene tief beeindruckte – nicht primär als künstlerische Begegnung, sondern durch sein Engagement als Pazifist.
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Alice und Horst (2026) as Alice |