03/31/1911
Kidderminster, Worcestershire, England, UK:
Robert James Hamer (31. März 1911, Kidderminster, Worcestershire – 4. Dezember 1963, London) war ein britischer Filmregisseur und Drehbuchautor. Er war der Sohn des Schauspielers Gerald Hamer (1886–1972). Hamer erhielt ein Stipendium für die Universität Cambridge, wurde jedoch exmatrikuliert und begann seine Karriere 1934 als Schnittassistent. Ab 1935 arbeitete er als Filmeditor und war unter anderem an Hitchcocks „Jamaica Inn“ (1939), einer Koproduktion mit Charles Laughton, beteiligt. Ende der 1930er-Jahre arbeitete er an Dokumentarfilmen für die GPO Film Unit. Als sein Chef bei der GPO, Alberto Cavalcanti, zu den Ealing Studios wechselte, wurde Hamer eingeladen, ihm dorthin zu folgen. Er sammelte Regieerfahrung, indem er Kollegen vertrat, und steuerte die Sequenz mit dem „verfluchten Spiegel“ zu „Dead of Night“ (1945) bei. Es folgten die drei Ealing-Filme unter seinem eigenen Namen, für die er am bekanntesten ist: „Pink String and Sealing Wax“ (1946) und „It Always Rains on Sunday“ (1947), beide mit Googie Withers, sowie die schwarze Komödie „Adel verpflichtet“ (1949) mit Dennis Price und Alec Guinness. Hamer starb im Alter von 52 Jahren im St. Thomas’ Hospital in London an einer Lungenentzündung. Der Alkoholiker und Homosexuelle, dessen Homosexualität in Großbritannien zu jener Zeit ein Tabu war, gilt laut Filmkritiker David Thomson heute als „die größte Talentverschwendung im britischen Nachkriegskino“.